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Förderung von Hochbegabten

Die hier zusammengestellten Beiträge haben ein Gemeinsames: Sie machen deutlich, dass die meist aus den USA übernommenen Wege der Hochbegabtenförderung nur dem Begriff nach übernommen wurden. Grund dafür ist, dass das deutsche Regelschulsystem besonders in den Sekundarstufen wenig Flexibilität bietet, um etwa individuelle Förderung innerhalb des Klassenverbandes durchzuführen. Die Standardlösung für Hochbegabte, „Enrichment“, ist von dieser sinnentfremdeten Übernahme besonders betroffen. Hochbegabtenförderung lebt von innerer Differenzierung und individueller Förderung; das ersatzweise Angebot von Interessantem und Forderndem außerhalb des Regelunterrichts ist kein Ersatz für die fortbestehende Passungsproblematik innerhalb des Unterrichts. Ein ehrgeiziges Projekt ist daher eine Modellschule für individuelle Förderung in den Sekundarstufen, wie sie in diesen Beiträgen vorgestellt wird – übrigens eine Schule, die nicht allein Hochbegabte für förderbedürftig hält, sondern von begabungsheterogene Gruppen ausgeht und sowohl für schwache Lerner wie für lernfreudige Gymnasiasten individuelle Förderung für einen Gewinn hält.