Underachievement

Underachievement oder erwartungswidrige Niedrigleistung

Underachievement, oft eine Folge langfristiger Unterforderung Von Underachievement spricht man, wenn die tatsächliche Leistung eines Kindes oder Jugendlichen (Leistungsperformanz) auffällig diskrepant ist zu der Leistung, die an sich aufgrund der vorliegenden Begabung zu erwarten wäre (Leistungspotential). Fast immer tritt Underachievement in Kombination mit störendem oder verstörtem Verhalten und erheblicher Belastung des Familienklimas auf. Suizidgefährdung, therapiebedürftige Schulphobie, Schulkonflikte bis hin zur jahrelangen Ausschulung sind schwerwiegende Zuspitzungen der Situation, die ständig, aber bei einem kleinen Anteil vorkommen. Statistisch gesehen sind etwa 2 % der Kinder und Jugendlichen hochbegabt (IQ 130 und höher). Unter diesen sind zwischen 15 und 20 % Underachiever. Ein Teil dieser Kinder fällt, wenn keine Hilfe kommt, durch die verschiedenen Schulformen durch bis zur Sonderschule für Lern- oder Verhaltensgestörte. Für die hochleistenden Hochbegabten gibt es private Vereinigungen und staatliche Initiativen zur Förderung; für die genannten 15 bis 20 % dagegen gibt es noch keine formellen Hilfsangebote. Rechenbeispiel: Von 1000 Kindern sind statistisch 20 hochbegabt. Von diesen sind wiederum 3 bis 4 Underachiever. In einer Stadt mit 25 000 SchülerInnen (ca. 280 000 Einwohner, 9 % Schüler) wären 90 bis 100 Kinder betroffen. Anmerkung: In der Praxis muss davon ausgegangen werden, dass die im Folgenden beschriebene Wirkung von schulischer Unterforderung nicht erst ab der Schwelle IQ 130 eintritt, sondern häufig bereits bei niedrigeren Schwellenwerten. Grundsätzlich geht es hierbei um das Verhältnis von schulischem Anspruchsniveau und Leistungspotential des einzelnen Kindes. Sinkt das schulische Anspruchsniveau, dann liegt auch der Schwellenwert für Unterforderung niedriger.

Bedingungen von Underachievement

Im Schulunterricht besteht für hochbegabte Kinder und Jugendliche eine Lücke zwischen Leistungsmöglichkeiten und Leistungsanforderungen. Die Kinder können mehr leisten als die Schule fordert; sie sind unterfordert. Unterforderung bedarf grundsätzlich der diagnostischen Aufmerksamkeit, auch wenn sie scheinbar zu Gunsten der Kinder besteht, denn die Leistung kann unter bestimmten Bedingungen „umkippen“. Die folgenden drei Bedingungen müssen als die wichtigsten Komplikationen in der Lernbiografie von hochbegabten Kindern angesehen werden:

1. Die Entwicklung des Selbstkonzepts (Identität) kann gestört werden

Die Motivation, sich bei einer Aufgabe anzustrengen, hängt wesentlich davon ab, ob die Aufgabe leicht, zu schwer oder aber optimal ist. Optimal ist eine Aufgabe dann, wenn sie als schwer, aber noch zu bewältigen erlebt wird. Die Arbeit im Unterricht ist nicht nur durch die jeweilige Attraktivität der Inhalte motiviert, sondern auch und besonders durch die Erfahrungen, die ein Kind mit sich selbst macht. Wenn eine Aufgabe mit optimalem Anspruchsniveau gelöst wird, dann enthält das immer auch eine Rückmeldung an das Kind: „Du bist gut, denn ich war schwer.“ Das Kind lernt, sich angesichts der verschiedenen unterrichtlichen Herausforderungen selbst einzuordnen; hier ist es besonders gut, dort durchschnittlich, dort gelingen ihm die Lösungen noch nicht so gut. Es erfährt, was es kann und wo seine Grenzen sind. Hochbegabte Kinder können diese Selbsterfahrung nicht machen, weil für sie die Aufgaben durchweg zu leicht sind. So lernen sie weder etwas über sich, noch lernen sie, wie sie sich erfolgreich mit anspruchsvollen Herausforderungen auseinandersetzen können (Lernen des Lernens). Stattdessen erwerben sie mit bloßem Zuhören, was es zu lernen gibt, der Rest des Unterrichts ist langweiliges Üben von Verstandenem.

2. Die Forderung nach Verhaltensanpassung überfordert

Wenn Unterricht als langweilig und bedeutungslos erlebt wird, dann wird die Mitarbeit – zugespitzt aus der Sicht des Kindes formuliert – zum Zwang, langweilige und herabsetzend kindische Dinge in endloser Folge zu tun und dabei weder zu stören, noch Widerstand zu leisten, noch defensiv zu träumen. Dieser Zwang zur Verhaltensanpassung führt, wenn er in vielen Fächern über längere Zeit erlebt wird, zu einer Überforderung. Es kommt zum Konflikt zwischen dem unterforderten Kind und seinen Lehrerinnen und Lehrern: zu Widerständigkeit, Nachlässigkeit, Ablehnung von (subjektiv) unplausiblen Arbeitsanweisungen; zu Missverständnissen, weil die Kommunikation nicht gelingt, zu Arbeitsverweigerung. Wissenslücken entstehen und die Tendenz beschleunigt sich.

3. Die Integration in die peer-group gelingt nicht

Hochbegabte Kinder haben andere Interessen als ihre Alterskameraden, sie denken und sprechen Anderes und anders. Anders zu sein birgt aber immer das Risiko von Ausgrenzung. Schon im Kindergartenalter ist daher manchmal ein experimenteller Gestus des Verhaltens beobachtbar. Die Kinder bilden Erwartungen darüber, welche Verhaltensweisen bei Gleichaltrigen attraktiv wirken und probieren diese aus. Aus dem Wunsch heraus, von anderen geschätzt zu werden, reagieren sie auf erste Misserfolgserfahrungen mit Anpassungsversuchen, für die Altersgleiche im sozialen Umfeld die Vorlagen liefern. Solche Versuche können gelingen, sind aber immer riskant; es könnten ja die falschen Vorlagen gewählt oder an sich günstige Vorlagen unpassend übernommen werden. Unter dem Gesichtspunkt der Identitätsentwicklung ist diese Situation als weiterer Störfaktor einzuschätzen, denn die Anpassungsversuche sind natürlich immer von Unsicherheit begleitet. Im misslingenden Fall kommt es zu Isolierung und Einsamkeit, häufig zu Mobbing. Ein typisches Beispiel für das Scheitern solcher Bemühungen um Wertschätzung ist die sogenannte Kaspar-Rolle, deren Heimtücke die Kinder nicht rechtzeitig übersehen. Wer die Lacher auf seiner Seite hat, wähnt sich zunächst akzeptiert, die Geringschätzung in der zweiten Ebene wird zu spät erkannt.

4. Anmerkung zu einem schwerwiegenden Misssverständnis des Underachievement

Die Verhaltensauffälligkeiten der Underachiever entsprechen nach unseren Beobachtungen oft so sehr den Merkmalen dem sogenannten Aufmerksamkeits-Defizit-und-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS), dass wir von einem reaktiven ADHS sprechen. Die reaktive Symptomatik ist diagnostisch nicht zu unterscheiden von dem neurobiologisch induzierten ADHS. Wenn man von der weltweit angegebenen ADHS-Quote von 3 % (nach ICD-10) ausgeht und die um das Dreifache höher liegenden klinischen (bei 9-bis 11-Jährigen etwa 10 %) Diagnosen in Deutschland dagegen hält, wenn man Berichte beachtet, dass die Verschreibung von Medikamenten nach vermeintlicher ADHS-Diagnostik in der Bundesrepublik sich zwischen 1992 und 2000 verzwanzigfacht hat, dann ergibt sich ein Anhaltspunkt dafür, dass hier Schule unmittelbar zu Fehlentwicklungen der Kinder führt, nicht aber, wie weithin angenommen, Fehlentwicklungen in der Gesellschaft die Problemlage von Schule verschärfen.

37 Replies to “Underachievement”

    1. Zitat von Shorn
      blablabla, noch mal mit 2,9 ist man nicht hochbegabt verstehst du das nicht oder kannst du nicht?
      Antwort Kareena
      Verstehst du das nicht: Der Notendurchschnitt reicht nicht aus….
      Da gibt es stichhaltige Anhaltspunkte.
      http://www.hochbegabtenhilfe.de/underachievement/

      Diese beiden Äußerungen veranschaulichen das Problem: Plausibilität statt Wissen. „Wer hochbegabt ist, muss schließlich auch leisten können. Kann er das nicht, dann ist er ein Narr, und nicht hochbegabt.“ – So die naive und unwissende Meinung von Shorn.
      Kareena, lass dich nicht entmutigen. Der Einstieg in die Uni gelingt auch über Fächer ohne n.c. In den Studentenwerken gibt es Rat. Oder schreibe uns über das Kontaktformular.

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich wohne in Hannover und finde keine Hilfestellen für meine Hochbegabung, die mein gesamtes Leben erschwert. Falls sie irgendetwas empfehlen können, wäre ich sehr dankbar.
    ich freue mich auf ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tobias Zander

  2. „Ein typisches Beispiel für das Scheitern solcher Bemühungen um Wertschätzung ist die sogenannte Kaspar-Rolle, deren Heimtücke die Kinder nicht rechtzeitig übersehen. Wer die Lacher auf seiner Seite hat, wähnt sich zunächst akzeptiert, die Geringschätzung in der zweiten Ebene wird zu spät erkannt.“

    Das beschriebene Beispiel trifft leider auf meinen 9jährigen Sohn zu. Zum Glück wurde ADHS ausgeschlossen, aber lt IQ-Test liegt er in Teilbereichen über 130. In der Schule ist er der Klassenclown und die Noten sind auch nur in den Bereichen gut, die er mag. Leider gehören Mathe und Deutsch nicht dazu. Jetzt droht die Nicht-Versetzung und ich habe große Angst, dass das für ihn genau der falsche Weg ist, da er den gleichaltrigen Kindern kognitiv weit überlegen ist und das bei einer Klassenwiederholung mit 1 Jahr jüngeren Kindern nicht besser würde.

    Was können wir machen?

  3. Genau so geht es uns jetzt. Testung war in Teilbereich Sprache bei 142, Gesamt 128 – 131!
    Ständig Probleme in der Schule und nun droht uns der Gang an die Förderschule!
    Unsere Tochter und wir sind verzweifelt und fühlen uns alleine gelassen.
    Was kann man machen???

  4. Das beschreibt exakt die Situation unseres Sohnes.
    Nach einem wegen Mobbings schwierigem letzten Grundschuljahr (mit allerdings noch guten Noten), kam er vor einem Jahr aufs Gymnasium. Er hat jetzt gerade so die Versetzung geschafft. Es gab einige Gespräche mit den Klassenlehrern und der Schulsozialarbeit. Er kann sich nicht konzentrieren, wirkt wie abwesend und uns wurde nahegelegt mit ihm zur Psychotherapie zu gehen. Die Lehrer tippten auf ADHS. Die Psychologin tat das zunächst auch, machte aber einen IQ Test um den Leistungsabfall abzuklären. Ergebnis : IQ 140.
    Im Moment stehen wir der Situation noch etwas hilflos gegenüber.

    1. Unser Institut ist darauf spezialisiert. Schicken Sie uns eine Anfrage über die Startseite oder über 0170 8035937. Wir melden uns dann bei Ihnen.

  5. Guten Tag, unser Sohn arbeitet in der Schule kaum mit. IQ Test ergab 133 mit hoher sprachlicher Begabung und hohem analytischem Denken. Die Lehrerin verweigert Enrichment, sie könne das bei dem Lernplan und der Klassenstruktur nicht leisten. Ein Klassensprung wird uns ausgeredet, da er ja in Mathe nicht hochbegabt sei, er könne ja noch nicht alles und mache auch noch Fehler. Außerdem lasse sein Arbeitsverhalten einen Klassensprung nicht zu. Wir haben auf eine Hospitation im Deutschunterricht der 3. Klasse gedrängt, die aus unserer Sicht gut gelaufen ist, aber auch da sei sein Arbeitsverhalten sehr schlecht gewesen (er hat dort allerdings gute Klassenarbeiten geschrieben). Die Hospitation wurde nun beendet, das Arbeitsverhalten wird nicht besser und wir machen uns große Sorgen, dass eine Negativspirale ihren Lauf nimmt. Er selbst sagt, er sei jetzt nicht mehr so schwierig, darum müsse er die 3. Klasse nicht mehr besuchen. Er bemüht sich sehr, aber es fällt ihm schwer und er zerbricht aus Frust seine Arbeitsstifte. Was können wir tun?

  6. hallo, es hat jahre gedauert bis ich im alleingang endlich auf die hochbegabung meines sohnes gestoßen bin(IQ140), durch seine auffällige und hochsensible art ist er in der grundschule von seiner lehrerin gemobt wurden, sie wollte ihn in die förderschule schicken und hat uns sogar das jugendamt auf den hals gehetzt, in der 4.kl endlich schulwechsel hat er es doch noch auf das gymnasium geschafft, nun bin ich am ende meiner kraft und völlig verzweifelt, weil er nur noch schlechte noten bringt, aber zum glück nette kl.lehrerin die auch weiß das er nicht auf eine oberschule sollte.ev auf eine spezialschule.- ich könnte weinen und weiß nicht weiter, erstaunt lese ich jetzt von Underachiever, vielleicht können sie mir weiterhelfen , damit mein sohn nicht im system untergeht- davor habe ich große angst, vielen dank, lg

  7. Genau vor diesem Problem stehen wir auch gerade. Unsere Tochter ist in der 3. Klasse und war – vor allem im Hort so auffällig, dass man und einen Integrationsplatz nach 35a SBG vorgeschlagen hat. Zudem bestand der Verdacht einer Rechtschreibschwäche. Der Test auf Rechtschreibschwäche führte dann zu der Erkenntnis, dass sie statt einer Schwäche eine Hochbegabung hat. Das Problem ist nun das, dass sie Notentechnisch zwischen 3 und 4 (sie kann den Stoff, verschusselt sich aber in den Klassenarbeiten) steht und damit nicht einmal eine Bildungsempfehlung für ein Gymnasium bekommt…

  8. Hallo!
    Ja, das haben wir mit unserer Tochter durch. In Teilbereiche IQ 130, Gesamt 124. Inzwischen fast 18 Jahre , Gymnasien, Rückstufung auf Real, Abschluss mit 2,9 dann doch geschafft. Aber während der 5.-10. Klasse 4 verschiedene Klassen und 2 verschiedene Schulen. Jetzt droht das ganze dem Sohn (9 Jahre, Teilbereiche mit 130, Gesamt 122). Langeweile und „Ich geh nicht mehr zur Schule“. Lehrerin sagt zum Kind: Mach das, was alle anderen auch machen. Das ist das Mindeste, was ich von dir erwarte. Die anderen guten Schüler der Klassen bekamen schon die Ansage, dass sie niemals eine Klasse überspringen würden.
    Er möchte nicht mehr machen als nötig, da es sowieso kein Ausweg ist, mehr zu arbeiten. Ich weiß nicht mehr weiter

  9. ich bin 23 und habe es irgendwie – nach Wiederholung des Realschulabschlusses und einer abgebrochenen Ausbildung – geschafft mir mein Traum vom Studium zu erfüllen… ich kämpfe nun sehr damit, dass ich das Lernen nie gelernt habe.
    Diese Seite beschreibt mein Aufwachsen so zutreffend.. zwischen ADHS- Mutmaßungen, Hauptschulempfehlung, einem negativen Dyscalkulie- Test der angesichts meiner Mathe Noten positiv hätte sein müssen, dem Wechsel vom Gymnasium auf die Realschule mit folgender Empfehlung ich sollte besser auf die Hauptschule (da meine Noten noch schlechter als auf dem Gym waren) und dann der Behauptungen ich gehöre sehr wohl aufs Gymnasium, war ich völlig orientierungslos. Als einzig logisch erschien es mir, mich als volllkommenen Fehler anzusehen. Die Lehrer und meine Mitschüler mussten alle Schubladen aufreißen, weil ich in keine passte… ich war die Streberin, die alle Antworten im Unterricht kannte, die aber wegen nicht gemachten Hausaufgaben oder Zuspätkommen jede Woche Nachsitzen musste. Ich kannte den Stoff der Stunde, weil ich das Kapitel im Schulbuch in den ersten Minuten, in welchen die Schüler immer so unerträglich laut waren, durchgeblättert habe. Trotzdem waren meine Noten in schriftlichen Arbeiten so schlecht, dass ich jedes Jahr versetzungsgefährdet war. Ich kam immer zu spät in den Unterricht, obwohl ich so viel Spaß daran haben konnte (meist bei den Lehrern, die meine Mitschüler doof fanden weil sie anspruchsvoller waren). Das Zuspätkommen lag an meinem Verschlafen, da ich bis in den frühen Morgen hinein oft weinte und schlaflos war. Oft musste ich mich morgens übergeben, weil ich so große Angst vor der Schule hatte. Nach der Pause kam ich oft zu spät weil ich mich auf der Toilette oder im Musikraum beim Klavier verkroch, da die Pause unerträglich laut war und niemand mit mir über die Themen sprechen wollte, die mich interessierten. Ich habe versucht so präzise wie möglich zu beschreiben wie es mir geht und was ich glaube, was das Problem ist – keiner hat mir zugehört. Wie auch, die Lehrer waren ja gestresst wie sonst was…
    Ich fühle so eine unendliche Erschöpfung, auch weil ich nie ein definiertes Wort für das hatte, was ich bin.. nun kann ich das Thema in meiner Therapie ansprechen, möglicherweise hilft diese Perspektive bei der Aufarbeitung meiner Prüfungsangst und diesem schrecklichen Aufschieben von Uni- Arbeiten… ich ertrage den Gedanken immer nicht, dass es nicht perfekt wird. Was bekloppt ist, denn man ist ja an der uni um zu lernen, da muss nichts perfekt sein. Ich hoffe nur ich bekomme das so schnell wie möglich in den Griff, denn ich bin vom Bafög abhängig, welches nur in der Regelstudienzeit gezahlt wird…

    Danke für die Aufklärung, ich weiß zwar nicht, ob ich das bin, aber immerhin bin ich mit so einem Aufwachsen nicht alleine.

    1. Hallo Fabienne,

      nein, alleine mit diesen Schwierigkeiten und Erfahrungen im Schulkontext bist du nicht. Was du beschrieben hast, habe auch ich in sehr ähnlicher Weise erlebt. Eine ADS-Diagnose wurde mir gegeben, von einem erfhreneren Arzt mittlerweile wieder infrage gestellt. Medikamente haben mir damit nicht geholfen, Ergotherapie ein wenig, Neurofeedback ein klein wenig. Im Endeffekt verbinde ich mich mit ähnlich oder Gleichgesinnten für meine psychische Gesundheit und sammle jede positive Erfahrung hin zu meinem Ziel, des selbstorganisierten und ausreichend erfolgreichen Lernens. Angekommen bin ich mit 27 leider noch nicht, aber jetzt wende ich ich an die Hochbegabtenhile und bin gespannt, was daraus resultiert. 🙂

      Sei du und auch alle anderen mittlerweile erwachsenen mit ähnlichem Aufwachsen gegrüßt, halte(t) durch und schau(t) nach vorne! 😉

    2. Das hört sich so an, als würdest du gerade das Leben meines 16jährigen Sohnes beschreiben. Wir warten gerade auf die Genehmigung des Jugendamtes des Antrags nach Paragr. 35a, damit er in ein Internat für hochbegabte Minderleister kann. Er ist jetzt fast das ganze Schuljahr schon zuhause ohne am Unterricht teilzunehmen oder irgendwas für die Schule zu tun. Motivation zu Leben gleich null. Verkriechen in Zocken. Schulisch war er immer gestresst mit ausgeprägten körperlichen Beschwerden und seit dem Kindergarten immer krank. Es fehlen in der fachärztlichen Stellungnahme die ICD-10. Die von 2016 sind leider zu alt. Antrag seit Mitte Februar eingestellt. Hab ich dann erfahren, als ich dort diese Woche anrief. Nun hoffe ich, dass wir so schnell wie möglich an die ICD-10 kommen. Sind ja jetzt Osterferien. Yippie, noch länger warten…

      1. Was ausserdem fehlt, sind ausreichende strukturelle Hilfen, Strategien, Therapien, die genau dort ansetzen bei mangelnder Motivation, kurzfristige Lernziele, minimieren der Angststörung, Zwangsneurosen, Umgang mit störenden Geräuschen, fehlende Impulskontrolle. Oft kämpft das Kind nicht nur allein mit sich selbst sondern auch mit seinem Umfeld. Ebenso als Eltern kämpft man um Hilfe und wird jahrelang nicht Ernst genommen und im Stich gelassen. Nach dem Motto:“Schon wieder so ne Mutter, die meint, ihr Kind sei hochbegabt.“ Leider mit dem Test erst vor anderthalb Jahren, also 8. Klasse. Da war das Kind schon in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen.

  10. Liebes IGL-Team,

    zum Thema „Beratung und Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher“ mangelt es im Internet nicht an Informationen. Was die Beratung und Förderung hochbegabter Erwachsener und sogenannter „Underachiever“ angeht sieht dies jedoch ganz anders aus. Verschwindend wenig Informationen und Anlaufstellen und die wenigen Angebote die es gibt sind für Menschen, die eine solche Beratung nicht aus eigener Tasche bezahlen können schlichtweg nicht zugänglich. Da ist guter Rat leider teuer, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Wohin kann man sich denn als Erwachsener mit dem Verdacht auf eine bisher unentdeckte Hochbegabung und daraus resultierenden Schwierigkeiten wenden? Habt ihr da vielleicht eine Idee?

    Mit freundlichen Grüßen
    Lila

    1. Guten Tag, Lila,
      wir kümmern uns auch um erwachsene Hochbegabte. Einfach anrufen, damit wir einen Termin ausmachen können.
      Alles Gute für Sie!
      Anne Eckerle

  11. Sehr geehrte Damen und Herren,

    unsere Tochter ist ein eher unruhiger Geist. Aus diesem Grund wurde sie getestet und für sehr begabt eingestuft. Sie wurde da sie im September geboren wurde mit knapp 6 Jahren eingeschult.
    Sie hat große Probleme mit Menschen zurecht zu kommen und verweigert sich in der Schule völlig.
    Weder während des Unterrichts noch zuhause arbeitet sie etwas. Sie ist mittlerweile in der 3.Klasse, gerade 8 Jahre alt geworden.
    Die komplette Familie leidet stark unter den Konflikten die das verweigern mit sich bringen.
    In meiner Verzweiflung schreibe ich Ihnen. Wir haben alles ausprobiert, ich denke das ich nicht alles aufzählen muss.
    Da der Lehrer der Regel Grundschule bereits aufgegeben hat, bitte ich Sie um Hilfe.

    Mit freundlichem Gruß,
    Jennifer

  12. Hallo IGL-Team,

    ich kann mich dem Beitrag von Lila nur anschließen, was die Beratung und Förderung hochbegabter Erwachsener angeht. Ich bin 41 Jahre alt und habe erst vor kurzem herausgefunden, dass ich im überdurchschnittlichen Bereich liege. Seit mehreren Jahren bin ich in psychiatrischer und/oder psychologischer Behandlung. Bei meinem letzten Versuch mir psychologische Hilfe zu holen, lehnte die Psychologin aufgrund der Thematik eine weitere Zusammenarbeit ab. Es ist frustrierend.

    Mit freundlichen Grüßen
    Maylynn

  13. Sind es Anzeichen auf erhöhte Intelligenz wenn man eher wenig Freunde hat und sich meist höchstens 1 mal alle 2 Wochen trifft ( nicht viel Kontakt zu anderen sucht ). Oder wenn man in der schule eher ruhig ist und sich eher nur in Lieblingsfächern meldet wie Mathematik und zuhause wie eine andere Person ist die viel mehr redet ( würdest du dich in der Schule so verhalten wie hier hättest du in mündlich viel bessere Noten )

  14. Liebes IGL-Team,

    es ist schön, dass man hier schreiben kann, danke.

    Späte Berufung

    Erst mit 46 Jahren wurde bei mir eine überdurchschnittliche Begabung, jedoch mit Defizit festgestellt. In der Schule wurde eine Rechenschwäche und die höhere Begabung nicht erkannt.

    Mir fehlte das Abitur, aufgrund der Rechenschwäche und konnte keine Hochschule besuchen, dennoch erhielt ich Förderungen für private Akademien, für die ich jahrelang kämpfte. Da ich die Systeme in Frage stellte und es andere Probleme gab, brach ich die Studiengänge ab.

    Seit drei Jahren kämpfe ich beruflich um den Einstieg in die Pädagogik, doch ich erlebe teilweise die gleichen Traumata , wie in der Schulzeit, da ich aufgrund meiner Begabung nicht in das System passe.

    Ich sehe meinen Lebenslauf allerdings als Vorstufe für das, was noch kommt. So werde ich
    meine pädagogische Ausbildung finden und Kindern und Jugendlichen mit Lernschwächen
    helfen. Da mir noch Fördermittel fehlen und die Behörde meinen Lebenslauf falsch auslegt,
    werde ich eine eigene Aktion machen und um weitere Fördermittel kämpfen.

    Ich hoffe zudem, dass ich eine kleine Anstellung während der Lernzeit finden werde, wo man meine Begabung nicht als Bedrohung, sondern Bereicherung erlebt.

    Die Berichte habe ich mit großem Interesse gelesen und ich finde mich darin wieder.

    Mit vielen Grüßen

    C. Rößler

  15. Hallo Team,

    mit etwas 14 Jahren wurde während einer akuten Depression ein IQ Test bei mir gemacht, lag im überdurchschnittlichen Bereich. Auch heute 11 Jahre später bin ich noch an einer Depression erkrankt, nur in guten Zeiten kann ich gut Denken, ansonsten ist meine kognitive Leistungsfähigkeit durch die Depression eingeschränkt und verlangsamt.
    Ich habe herausgefunden, dass ich nur dann kognitiv hoch leisten kann, wenn a, meine Depression besser ist und b, ich eine Alltagsassistenz habe, die mir hilft ein Umfeld zu schaffen in dem ich mich entfalten kann. In den kurzen Zeiten in denen es mir besser ging und die äußeren Voraussetzungen stimmten, hatte ich keine „Denkblockade“ mehr. Ich vermute stark dass eine Hochbegabung vorliegt und zähle mich daher zu den Underachievern.

    Ich würde gerne meine kognitive Leistungsfähigkeit verbessern, unabhängig von den Punkten a & b. Bisher habe ich im Netz jedoch fast nur Informationen zu Hochbegabten finden können, die Hochleister sind, und wenn ich Mal was fand, hat es mich nicht weiter gebracht, da es eher um Information statt um Förderung ging.

    Vielleicht habt ihr ja Ideen und Anregungen, was ich tun kann um meine Leistungsfähigkeit zu erhöhen? Vorallem jetzt im Studium wäre es nötig.

    Um Hilfe wäre ich euch sehr dankbar!

  16. Hallo Team., ich hab ein Sohn der ist 12 und war schon immer anders als andere. Nach den ich schon in der Grundschule eine Odyssey hinter mir gelassen habe ,wie wiederholen der Klasse was nix gebracht hat , oder die Lehrer an der Nase rumzuführen, was noch heute sein lieblings Beschäftigung ist…. So bin ich zum Psychologen mit den Jungen und was kann raus 125 IQ wo unter den Test stand noch , er sei gerissen. Er soll während des Test versucht haben die Person die ihn getestet hat, zu manipulieren. Seine Leistungen in der Schule eine Katastrophe und whärend der Kreise ist es noch schlimmer geworden. Ich Versuchs mit Neurofeedback, er kriegt Medikamente , aber nix hilft . Autoritäten oder regeln kennt er nicht , er macht sich seine eigenen Regeln . Keiner kann ihn helfen und er steht sich selber in weg , dass weiß er auch. Er sagt selber er weiß nicht wie er seine Gedanken kontrollieren soll und die Schule ist langweilig… ich fühle mich so alleine, keiner kann ihn helfen. Vllt habt ihr eine Idee

  17. Hallo,
    nach wie vor „kämpfe“ ich mich durch mein Leben. So erhielt ich mein Abitur über mehrere Umwege, betreibe ich nun ein Vollzeitstudium, plane ich für die Zukunft, soweit ich meinen Lebensunterhalt finanzieren können sollte, zwei weitere Studienabschlüsse, arbeite ich in Teilzeit, weil mir als Studentin Sozialleistungen verwehrt werden, und klage ich „nebenbei“ meine Rechte ein (z.B. Bafög).
    Meinen genauen IQ weiß ich nicht, wohl aber, nachdem ich mich seit 15 Jahren eindringlich mit dem Phänomen der Hochbegabung und dessen Differentialdiagnosen, im Wesentlichen Borderline-PS, ADHS und Asperger auseinandersetze, seit sieben Jahren meinen zweiten hochbegabten Partner habe, mich nahezu ausschließlich von (einigen) Hochbegabten verstanden fühle und mein Therapeut mir anhand der Anamnese, meines Auftretens und meines Denkens eine intellektuelle Hochbegabung attestiert hat, dass ich in die Gruppe der intellektuell Hochbegabten falle. Eine offizielle Testung ist derzeit noch immer nicht möglich, da meine intuitiven Selbstansprüche, deren Nichterfüllung existentielle Selbstzweifel verursachte, bei einem IQ >= 140 (zeitweise auch darüber) liegen.
    Leider ist damit nicht jede meinerseitige psychische Normabweichung abgedeckt: Ich habe ein schwer ausgeprägtes ADHS (eine genetische Prädisposition war sicher vorhanden, aber womöglich wurde diese durch Vernachlässigung in Kindheit/Jugend getriggert), eine Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung und Depressionen und bin wegen der psychischen Leiden anerkannt schwerbehindert.
    Zwar half die anerkannte Schwerbehinderung mir, etwas Verständnis für meine Schwierigkeiten in der Alltags- und Studienbewältigung sowie etwas finanzielle Unterstützung zu erhalten (Kindergeld über 25 – wow! Bafög wird mir trotzdem seit Mitte der Regelstudienzeit verweigert), doch – so gewissenhaft ich alle halbwegs realistischen Folgen einer etwaigen Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft in meine Abwägung, ob ich diese beantragen sollte, einzubeziehen versuchte – leider übersah ich, dass eine anerkannte Schwerbehinderung sich nicht nur förderlich auswirkt, sondern zugleich meine psychische Konstitution weiter gefährdet, indem meine Hochbegabung, deren Nichtanerkennung und Devalidierung mich fast mein gesamtes 30-jähriges Leben begleiten, was wiederum bedingte, dass ich sechs schmerzvolle Jahre auf einer Hauptschule zubringen musste, an der ich für dumm gehalten und für meine intrinsisch motivierte intellektuelle Neugierde, mein Betteln um Lernendürfen und meine vielen Interessen ausgelacht wurde, was sich bis heute täglich schwerwiegend auswirkt, bei einer Schwerbehinderten noch eher belächelt und als zu berücksichtigende Eigenschaft anerkannt wird als bei einer vermeintlich Nichtbeeinträchtigten.
    Psychische Beeinträchtigungen werden oftmals mit geistigen gleichgesetzt (sogar in der psychiatrischen Fachwelt und vor Gericht!), dabei unterscheiden sich meine Bedürfnisse von denen kognitiv Schwerbehinderter fundamental. Das ist keine Wertung! Es ist schade, das immer dazusagen zu müssen. Der Gedanke, dass man mich in eine Behindertenwerkstatt zwingen könnte, nachdem ich bereits die Zeit an der Hauptschule als psychische Misshandlung verarbeitete, ist so grausam, dass ich in dem Falle wohl eher zum Äußersten ginge. Mir ist klar, dass die meisten Außenstehenden das nicht nachvollziehen können werden, aber – der zwangsweise Besuch einer WfbM wäre für mich die Hölle auf Erden. Ein solcher liegt allerdings nicht allzu fern, wenn ich bedenke, welche erheblichen Schwierigkeiten ich auf dem ersten Arbeitsmarkt habe (>10 Kündigungen) und dass ich keine Unterstützung dabei erhalte, mein Studium zu beenden.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass das Bestehen der Schulpflicht (wobei ich diese nicht generell ablehne – das ist hier nicht Thema) und die Verweigerung jeder Begabungsdiagnostik und des Wechsels an eine begabungsgerechte(re) Schulform, obwohl ich meine Lehrer ab der siebten Klasse anflehte, mich aufs Gymnasium wechseln zu lassen, weil ich Latein und Altgriechisch lernen, bilingualen Englischunterricht erhalten, eine Förderung meines intrinsisch motivierten Schreibens erfahren, mich in schulischem Kontext mit Oberstufenbiologie beschäftigen und schnellstmöglich studieren wolle, in meinem Fall zu seelischer bzw. psychischer Misshandlung führte. Es handelt sich nicht um Mimimi! Ich bin bis heute autoaggressiv und -destruktiv, bereits bei geringfügigen Triggern kratze oder schlage ich mich oder steigere ich mich emotional so in ein Thema rein, dass ich stundenlang unproduktiv bin und bestenfalls Texte wie diesen hier schreibe. Im Jahr 2017 war ich ob der Unmöglichkeit, meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, und der Nötigung zum Studienabbruch vor dem Hintergrund der Verweigerung von ALG II kurz davor, mir das Leben zu nehmen.
    Derzeit lese ich mich in Staatshaftungsrecht ein, um herauszufinden, ob ich auch nur eine geringe Chance habe, das Land NRW erfolgreich auf Schmerzensgeld und/oder Schadensersatz zu verklagen. Die Chancen, damit durchzukommen, sind sicherlich bestenfalls gering. Aber die Zeit auf der Hauptschule ist leider nicht gänzlich vergangen, sondern bis heute präsent. Sie hat mich massiv geprägt, und das zu weiten Teilen negativ. Schlussendlich – und die Kausalitätskette ist, wenn ich meine Argumentation detaillierter ausführen kann als an dieser Stelle, sicherlich weniger wirr, als man auf den ersten Blick vermuten würde – lässt sich resümieren, dass die Misshandlung auf der Hauptschule dazu geführt hat, dass man mir mit 30 Jahren sagt, dass diese Misshandlung gerechtfertigt gewesen sei und fortgeführt werden dürfen solle. Man enthält mir vor dem Hintergrund meiner in sicherlich nicht unerheblichem Maße misshandlungsbedingten Leistungsdefizite seit dem 5. Semester den Höchstsatz an Bafög vor und unterstellt mir „lustigerweise“ (kein Trigger ist schlimmer als dieser!) erneut – wie bereits auf der Hauptschule – mangelnde intellektuelle Eignung für mein Studium. Dass ich dank Therapie mittlerweile fast normal leistungsfähig bin, interessiert nicht. Ich sei weiterhin zu wenig begabt! Es reicht nicht, dass ich, um ohne jede Unterstützung (Eltern tot/arm) mein Studium weiterführen zu können, die Überschuldung und eine Privatinsolvenz in Kauf nahm und mittlerweile normal leistungsfähig bin. Okay, ich drifte ab.
    1. Wäre ein Coaching auch über Persönliches Budget finanzierbar? Vor dem Hintergrund vorgenannter Schilderungen bzgl. der gesellschaftlichen Wahrnehmung Behinderter und Hochbegabter gehe ich davon aus, dass nicht, aber hope dies last…
    2. Falls ja, wäre ein objektiver Intelligenztest unabdingbare Voraussetzung dafür, auch wenn deutliche Hochbegabungssymptome und zugleich ein guter Grund für die Unzumutbarkeit einer Testung vorliegen?
    Ich gehe nicht davon aus, dass ich für meine atypischen, auf Nichtbetroffene häufig überzogen und leicht überwindbar wirkenden Probleme Verständnis erhalten werde.
    Allerdings habe ich panische Angst davor, meinen Job zu verlieren, meinen Lebensunterhalt erneut nicht sicherstellen zu können, in der Folge obdachlos zu werden oder mein Studium aufgeben zu müssen, um nicht wieder mittellos leben zu müssen, sondern ALG II beziehen zu können, und darüber, dass man mich zum Abbruch meiner neigungsgerechten Ausbildung drängt, mein Leben in die Tonne treten zu müssen, zum Besuch einer WfbM oder zum Absolvieren einer betrieblichen Ausbildung genötigt zu werden und in der Folge eine Retraumatisierung der Zeit auf der Hauptschule zu erfahren und substanzabhängig und/oder langzeiterwerbslos zu werden (familiäre Vorgeschichte – meine Mutter und meine Großeltern m.s. starben an Alkoholismus, einer meiner Halbbrüder war heroinabhängig, mein Vater ist ADHS-betroffen und war +/-15 Jahre lang erwerbslos und wurde als arbeitsunwillig eingestuft, obwohl er eine nichtdiagnostizierte schwere ADHS hatte… Sowohl meiner Mutter als auch meinem Vater war eine begabungsgerechte Ausbildung lebenslang verwehrt geblieben).
    Sehen Sie noch irgendwelche Möglichkeiten? Womöglich wäre zu Studienbeginn sogar ein Stipendium für Hochbegabte aus prekären Verhältnissen möglich gewesen – da ich mich aber die meiste Zeit nicht einmal dem Trigger in Form der Kritik an meiner Panik vor einer Intelligenztestung aussetzen kann, die oftmals implizieren zu sollen scheint, ich wolle Förderung erhalten, die mir nicht zustehe, weil ich nicht hochbegabt sei, war es mir lange nicht möglich, um Hilfe zu bitten. Das ist das erste Mal, dass ich unter Bezugnahme auf meine – aus objektiver Sicht nur „vermutete“ – Hochbegabung um Hilfe bitte.
    Wenn ich meine Medikamente genommen habe und mehr Raum zum Schreiben habe, klingt das von mir Geschriebene weniger wirr. Ich wollte diese Anfrage aber nicht wieder ewig aufschieben, daher bin ich nun so frei, die Anfrage spontan und etwas chaotischer zu unternehmen. Ich bitte um Verständnis. Vielen Dank!

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